PREP ACTION!

We start a campaign for PrEP access in Switzerland. Macht mit! Please support us! Please share!

Sag’ Gilead und dem Bundesamt für Gesundheit, dass wir endlich PrEP in der Schweiz brauchen! Schicke einfach unsere vorformulierten Mails ab, die du mit dem Link aufrufen kannst. Bitte deine Freund*innen, das auch zu tun!

BAG: http://www.lovelazers.org/bagde

Gilead: http://www.lovelazers.org/gilde

More info: http://www.lovelazers.org/prepCH

ACT UP! PrEP NOW.

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Ready for PrEP!

Aktualisierte Version 2017

Als PDF lesen: prep2017.pdf

PrEP – Die Pillen davor

Die bisherigen vorbeugenden Maßnahmen – wie der Gebrauch von Kondomen beim Sex – haben bis heute allein nicht ausgereicht, die Verbreitung von HIV und Aids zu beenden. Mit PrEP gibt es eine weitere, hoffentlich bald für alle zugängliche Möglichkeit, sich durch die Einnahme eines Arzneimittels in Pillenform gegen das Virus zu schützen. Leute, die sich leichter mit HIV anstecken könnten, haben nun mehr Optionen, sich effektiv zu schützen. Ob und in welcher Form PrEP für Dich geeignet sein könnte, behandelt dieses Faltblatt. Es ist geschrieben für Männer, die Sex mit Männern haben (sei es, dass sie sich als inter, trans*, bi, cis, pan, schwul, hetero, queer oder anders bezeichnen) sowie für alle, die sich für das Thema interessieren. Es ist verfasst in der festen Überzeugung, dass alle Menschen – die PrEP brauchen und wollen – schnellstens Zugang dazu bekommen müssen.

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VIRUSLAST: UNDETECTABLE

Als PDF runterladen: undetectable_faltblatt_lovelazers2016.pdf

HIV-Positive sind nicht mehr ansteckend, wenn ihre Therapie gut funktioniert.

Wie sicher ist dieser Schutz durch Therapie eigentlich? Ist das Safer Sex? Macht das mehr Spass? Wie geht das in festen Partnerschaften? Und geht das auch mit wechselnden Sexpartner*innen, beim Dating oder im Darkroom? Was, wenn wir megageil, drauf, verliebt sind?

Wie vereinbaren wir als HIV-Positive und -Negative den besten Schutz vor HIV und anderen Infektionen beim Sex? Warum wissen eigentlich nicht alle von  Schutz durch Therapie?

Und bekommen wir damit die Ablehnung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV endlich „unter die Nachweisgrenze“?

Diese Information versucht sprachlich offen zu formulieren. Sie richtet sich an Männer, die Sex mit Männern haben (wollen). Seien sie HIV-negativ oder -positiv, seien sie Transmenschen, bisexuelle, queere, schwule oder andere Männer. Und sie richtet sich an alle, die einfach interessiert sind.

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PEP – Die Pillen danach

Das aktualisierte Faltblatt (2017) downloaden (PDF; 1,4MB)

Kondom vergessen? Nach dem blank Ficken doch nicht mehr sicher, ob Dein Date wirklich HIV-negativ war? Ob der HIV-positive Sexpartner eine funktionierende Therapie hat und tatsächlich „unter der Nachweisgrenze“ ist? Vielleicht betrunken oder sonst wie dicht und gar keine Ahnung mehr, was da gestern genau passiert ist?

– Wenn Du ungeschützten Sex hattest, ist Ruhe bewahren das Beste: Eine Infektion kann nachträglich mit Medikamenten noch verhindert werden, wenn Du sofort handelst. Mit einer PEP hast Du dazu die Möglichkeit!

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PrEP in der Schweiz NOW!

– English version –

PrEP (HIV-Prä-Expositionsprophylaxe) ist der medikamentöse Schutz vor einer HIV-Infektion. Derzeit werden dafür das Präparat Truvada und seine verschiedenen Generika genutzt.

In der Schweiz werden jedes Jahr bei ca. 500 Menschen eine neue HIV-Diagnose gestellt, die Hälfte sind Männer, die Sex mit Männern haben. PrEP ist kosteneffizient und wird neben der USA und europäischen Länder auch in Ländern wie Brasilien, Israel oder Südafrika und bald auch Marokko von der Krankenkasse bezahlt. In Regionen, in denen PrEP verbreitet ist, lässt sich ein deutlicher Rückgang der HIV Neudiagnosen beobachten.

In der Schweiz ist PrEP nicht zugelassen und Anwender*innen müssen die Medikamente selbst bezahlen, weshalb ein Schwarzmarkt für das Medikament Truvada entstanden ist. Eine Zulassung bei der Swissmedic kann in der Schweiz nur von der Herstellerfirma Gilead beantragt werden. Diese hat jedoch auf Grund der bald ablaufenden Lizenz bisher kein Interesse gezeigt.

Die PrEP ist sicher, wenn sie ärztlich begleitet wird und 3-monatige Laborkontrollen inklusive HIV Test durchgeführt werden. Durch das Schweizer Abrechnungssystem Tarmed sind die Kosten für Labor und Arztbesuch vorgegeben. Es entstehen daher reine Laborkosten um die CHF 500  pro Kontrolle obwohl diese für unter CHF 100 kostendeckend möglich wären. Die Kosten müssen in aller Regel auf Grund des Selbstbehaltes von den PrEP-Anwender*innen selbst bezahlt werden. Hierdurch entsteht ein Zweiklassensystem, in dem sich nur Menschen, die genügend Geld besitzen sich mit PrEP gegen HIV schützen können.  Die es am meisten nötig haben, haben oft keinen Zugang. Viele verzichten daher auf die ärztliche Kontrolle und riskieren somit Ihre Gesundheit und auch die anderer Menschen.

Das Bundesamt für Gesundheit und die Herstellerfirma Gilead nehmen somit wissentlich hunderte von vermeidbaren HIV Infektionen jedes Jahr in Kauf. 

 
Wir fordern: Prävention ist kein Privatvergnügen!
 
  • Stop der Tarmed-Pflicht für die Laborkontrollen bei PrEP!
  • Befreiung der Franchise für die empfohlenen Kontrollen bei PrEP!
  • Freie HIV-Tests!
  • Einreichung einer Zulassung von Truvada für PrEP bei Swissmedic von der Herstellerfirma Gilead!
  • Übernahme aller PrEP-Kosten durch Gesundheitssystem bzw. Prävention!

Handbuch „PrEP selbst besorgen“

Stand Januar 2017

DO IT YOURSELF

PrEP ist zur HIV-Prävention seit Herbst 2016 EU-weit zugelassen, eine Kostenübernahme wird von den Krankenkassen aber abgelehnt. Wenn Du PrEP machen willst, kannst Du vorerst nur selbst in die Spur gehen und musst das auch selbst bezahlen. Das finden wir nicht super, Informationen zu dieser Möglichkeit sind aber im Moment der einzige Weg, PrEP zu verbreiten.

Damit PrEP für die oder den Einzelnen überhaupt bezahlbar wird, ist man auf billigere Generika des Medikaments Truvada® angewiesen (und auch die können sich nicht alle leisten).

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Statement zu „Ready for PrEP!“

ein halbes jahr nach veröffentlichung

unser prep-faltblatt ist jetzt erst seit ein paar monaten draußen und hat schon so viele diskussionen ausgelöst – für uns kurz gelegenheit, ein zwischenfazit zu ziehen und auf einige kritikpunkte einzugehen.

zunächst einmal verstehen viele unsere intention, mit basis-infos zu prep, diskussionen zu einem völlig neuen thema anzustossen. wir hören relativ selten, wir würden für prep werben oder wären kondomfeindlich. so fühlten wir uns auch völlig missverstanden. gleichwohl gibt es zum teil große vorbehalte schon gegen die bloße auseinandersetzung mit neuen safer-sex-techniken. das engagement, mit dem gegenargumente vorgetragen werden, erstaunt uns und wirft für uns immer wieder die frage auf, um was es eigentlich noch alles geht, wenn um prep gestritten wird.

Statement zu „Ready for PrEP!“ weiterlesen

Wer wir sind

Love Lazers gibt es seit 2015. Das sind im Moment sechs Leute in Berlin, Zürich und Leipzig. Wir sind im elektronischen Tag- und Nachtleben unterwegs, leben teils in schwulen, diskordanten Partnerschaften (hiv+ und –) und sind soziologisch/medizinisch/ juristisch ausgebildet. Einige von uns haben lange für Prävention und Drogenarbeit gearbeitet. Wir haben uns vernetzt, gehören aber keiner Institution an. Wenn Du Lust hast, kannst Du bei uns mitmachen.

 info@lovelazers.org 

Demnächst erscheinen von uns Infos zu „PEP – die Pillen danach“, „Schutz durch Therapie“, „Slamming“ sowie zu „Kondome heute“. Wir kooperieren dazu mit dem Projekt 701 anyway – HIV prevention today, das Fashion Design und neues Wissen um Safer Sex verbindet.