Ready for PrEP!

Aktualisierte Version 2017

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PrEP – Die Pillen davor

Die bisherigen vorbeugenden Maßnahmen – wie der Gebrauch von Kondomen beim Sex – haben bis heute allein nicht ausgereicht, die Verbreitung von HIV und Aids zu beenden. Mit PrEP gibt es eine weitere, hoffentlich bald für alle zugängliche Möglichkeit, sich durch die Einnahme eines Arzneimittels in Pillenform gegen das Virus zu schützen. Leute, die sich leichter mit HIV anstecken könnten, haben nun mehr Optionen, sich effektiv zu schützen. Ob und in welcher Form PrEP für Dich geeignet sein könnte, behandelt dieses Faltblatt. Es ist geschrieben für Männer, die Sex mit Männern haben (sei es, dass sie sich als inter, trans*, bi, cis, pan, schwul, hetero, queer oder anders bezeichnen) sowie für alle, die sich für das Thema interessieren. Es ist verfasst in der festen Überzeugung, dass alle Menschen – die PrEP brauchen und wollen – schnellstens Zugang dazu bekommen müssen.

Was ist PrEP?

PrEP ist die vorbeugende Einnahme antiviral wirksamer Substanzen, um eine Infektion mit HIV zu verhindern (und zwar bisher mit dem in Europa und den USA fast ausschließlich vorkommenden Subtyp HIV-1). PrEP steht für:

Prä
davor

Expositions
ausgesetzt sein (dem HI-Virus)

Prophylaxe
Vorbeugung der Ansteckung

Bei einer PrEP werden regelmäßig oder anlassbezogen Substanzen vor einem möglichen Risikokontakt eingenommen. Und zwar eine Kombination der gleichen Substanzen, die sonst in der Therapie von Menschen mit HIV als Medikamente eingenommen werden. Im Moment ist hierzulande das Präparat Truvada® (nur) für die tägliche PrEP zugelassen. Es vereint zwei Wirkstoffe in einer Filmtablette und verursacht selten relevante Nebenwirkungen.

PrEP ist keine Morning-After-Pille, keine Impfung gegen HIV und kein Mittel zur Heilung. Es ist nicht zu verwechseln mit der Postexpositionsprophylaxe PEP, welche nach einer ungeschützten Situation eingenommen wird, um noch nachträglich eine Infektion zu verhindern. In den USA schätzen Gesundheitsbehörden und einige Krankenkassen PrEP seit 2012 als wirksam ein, bewerben sie entsprechend und übernehmen auch die Kosten. Auch hierzulande nutzt eine kleine, wachsende Zahl von Leuten bereits PrEP. Zugleich ist das Wissen darum nicht sehr hoch. Mit Sicherheit wird – auch ohne Kostenübernahme – PrEP in nächster Zeit verstärkt genutzt, um sich individuell vor HIV zu schützen, ob nun statt oder in Kombination mit dem Kondom.

PrEP kann man regelmäßig (täglich) oder für einige Tage lang einnehmen. Studien haben gezeigt: Beides ist wirksam. Du bist dabei dann am besten geschützt, wenn Du die PrEP alle 24h einnimmst. Eine „Wochenend-PrEP“, also die geplante, kurzzeitige Einnahme vor einer Risiko-Situation, kann ein praktikabler und auch bezahlbarer Schutz sein. Für beide Arten der PrEP gilt: Jede vergessene Pillen-Einnahme verringert die Schutzwirkung!

Wie genau funktioniert PrEP?

Damit sich das Virus ununterbrochen im Körper vermehren kann, muss es seine Erbsubstanz RNA ständig in die Erbinformation menschlicher Zellen (DNA) kopieren. Dazu muss das Virus seine Erbinformation zunächst in die menschliche Form umschreiben. Das erfolgt mit einem von HIV mitgebrachten Werkzeug: dem Enzym Reverse Transkriptase. Dieser Vorgang wird nun durch die PrEP-Wirkstoffe blockiert, indem sie falsche Bausteine in die DNA einbauen. Das führt zu einem Abbruch der Virusvermehrung. Da sich die Wirkstoffe über eine längere Zeit in einer gewissen Konzentration u.a. in Blut und Analschleimhaut befinden, kann das HI-Virus seine Erbsubstanz nicht mehr in die menschlichen Zellen einbauen und verschwindet aus dem Körper.

Warum reden bei PrEP alle von Truvada®?

Derzeit ist Truvada® (Hersteller Gilead), das die Wirkstoffe Emtricitabin FTC und Tenofovir TDF  enthält, das dafür zugelassene Mittel. Es gibt weiterhin Generika, also wirkstoffgleiche Präparate. Da alle Studien bisher nur mit Truvada® durchgeführt wurden, liegen Informationen auch nur dazu vor. Ohne für ein bestimmtes Pharma-Produkt zu werben, beziehen wir uns hier auf diese Ergebnisse. Ob der Truvada®-Nachfolger Descovy® für PrEP wirklich geeigneter ist, muss sich noch zeigen.

Wie sicher ist PrEP?

Die dauerhafte – sprich tägliche – und korrekt eingenommene PrEP hat sich in Studien als mindestens so sicher erwiesen wie ein richtig angewendetes Kondom oder  “Schutz durch Therapie” (Nichtinfektiösität bei effektiver HIV-Therapie).  Auch verschiedene Einnahmeschema der Kurzzeit-PrEP bieten – mit Abstufungen – einen hohen Schutz. Als Faustregel gilt bei der Kurzzeit-PrEP: Je mehr Tage mit täglicher Medikamenteneinnahme vorm Sex liegen, desto höher ist auch die Schutzwirkung. Viele HIV-erfahrene Ärztinnen und Ärzte raten zu einem Beginn 4 bis 5 Tage vorher. (siehe ‚HIV-Report‘ 2016 Nr.5, Seite 6)

Bei nur einer Einnahme vor einer Risikosituation gilt das so nicht, dennoch verringert sich auch dann das HIV-Übertragungsrisiko beachtlich. Es mag sein, dass Dir das als Schutz nicht ausreicht. Wenn Du Kondome nicht oder nicht immer benutzt, ist das aber immer noch eine bessere Option als gar kein Schutz gegen HIV. Auch ist eine Ansteckung mit Truvada®-resistentem HIV unter PrEP zwar grundsätzlich möglich, aber extrem unwahrscheinlich (bisher zwei dokumentierte Fälle weltweit). Keine Safer-Sex-Methode kann kompletten Schutz vor HIV garantieren.

Wichtig bei PrEP ist: Jede vergessene Pilleneinnahme mindert den Schutz und macht eine PrEP weniger wirksam.

Wie wird PrEP eingenommen?

Für Truvada® gibt es bei einer dauerhaften PrEP folgende Empfehlung vom Hersteller: Du nimmst einmal täglich zur gleichen Zeit eine Pille ein:

alle 24 Stunden täglich eine Tablette zur gleichen Zeit zu einer Mahlzeit

Bei einer Kurzzeit-PrEP haben die Studienteilnehmer der IPERGAY-Studie 24h bis 2h vor einer Situation mit möglicher HIV-Übertragung 2 Pillen und dann jeweils 1 Pille im Abstand von 24h bis zwei Tage nach der Situation eingenommen.

erste Dosis: 2 Tabletten (24 bis 2 Stunden vorher); Sex (Situation einer möglichen HIV-Übertragung); danach: zwei weitere Dosen, alle 24h, je 1 Tablette = 4 Tabletten insgesamt; (Bei mehreren Situationen in Folge: alle 24h je 1 Tablette bis 2 Tage nach der letzten Situation)
Einnahmeschema für Truvada®, Kurzzeit-PrEP, IPERGAY-Studie. (Gilt für Anal- und nicht für Vaginalschleimhäute.)

Der “Schnell-Start” bei IPERGAY ist umstritten. Ob die Einnahme von zwei Tabletten zwei Stunden vor dem Sex ausreichend ist, ist nicht ganz klar. Sicher ist aber, je länger Du die PrEP vor dem Sex einnimmst, desto größer wird der Schutz. Idealerweise fängst Du die PrEP ein paar Tage vorher an.

Vor Beginn einer PrEP musst Du Dir sicher sein (testen!), dass Du nicht bereits HIV-infiziert bist. Auch eine Hepatitis-B muss wegen möglicher Komplikationen vorher ausgeschlossen werden. Außerdem ist es sinnvoll, dass Du vorher und dann alle drei Monate Deine Blutwerte checkst. Am wichtigsten ist der Kreatininwert als Maß für die Filtrationsleistung der Niere, siehe Nebenwirkungen. Lass Dich parallel auch gleich auf sexuell übertragbare Infektionen (STIs sexually transmitted infections) testen. Wenn Du Truvada® zu Deinen Mahlzeiten einnimmst, verbessert sich die Aufnahmemenge von Tenofovir in Deinen Körper um ca. ein Drittel.

Noch einmal: Die Regelmäßigkeit der Einnahme entscheidet über die Wirksamkeit! Die tägliche wird für viele bestimmt die praktikablere und damit effektivere (also sicherere) Form der PrEP sein. Was besser für Dich ist, kannst nur Du selbst herausfinden.

PrEP sollte, falls immer möglich, ärztlich begleitet werden. Die Kosten für diese Begleitung werden oft übernommen. Die AIDS-Hilfen können Dir Ärztinnen und Ärzte empfehlen (siehe Kontakthinweise).

Nebenwirkungen – Wechselwirkungen

Wenn Truvada® als PrEP genommen wird, können Übelkeit, Schwächegefühl und Kopfschmerzen auftreten. Nach Absetzen des Präparats bilden sich diese Nebenwirkungen vollständig zurück. Truvada® kann in seltenen Fällen die Knochendichte herabsetzen oder die Niere schädigen. Du darfst es keinesfalls ohne ärztliche Begleitung einnehmen, wenn Du eine vorgeschädigte Niere hast. Außerdem kann die enthaltene Lactose bei einer Unverträglichkeit problematisch sein. Informiere Dich über Wechselwirkungen mit Medikamenten in einem ärztlichen Gespräch oder im Beipackzettel. Mit Adefovirdipivoxil (Hepsera®) darf Truvada® nicht kombiniert werden.

Alkohol und andere Drogen schränken die Wirkung einer PrEP mit Truvada® nicht ein. Der gleichzeitige Konsum kann aber Deinen Stoffwechsel, Leber und Niere zusätzlich belasten.

Manchmal hört man, dass HIV bei Vorliegen einer STI leichter übertragen wird. PrEP verhindert auch in diesem Fall die Übertragung von HIV effektiv.

Und was kostet das?

Die Monatspackung für die dauerhafte PrEP kostet ca. 820 EUR/900 SFr. Hinzu kommen die Kosten für ärztliche Beratung und Labortests. Nach Ablauf des Patentschutzes könnten die Preise für Truvada® um 20% sinken, was für den privaten Erwerb immer noch viel zu teuer wäre. Die Einsparungen für die Krankenkassen bei Finanzierung der PrEP wären für bestimmte Zielgruppen dennoch enorm: Man denke nur an die Kosten einer lebenslangen HIV-Behandlung.

Geht PrEP auch günstiger?

Seit September 2016 ist Truvada® in der gesamten EU als PrEP auf Rezept zugelassen. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen aber (außer in UK und F) fast nirgendwo übernommen. Aus diesem Grunde blüht die Beschaffungskreativität: Truvada® bzw. nachgebaute Medikamente mit den gleichen Wirkstoffen („Generika“) werden billig aus dem Urlaub mitgebracht, z.B. Tenvir EM® (lizenziert von Gilead). Ebenso werden verschriebene PEP als PrEP eingenommen oder Pillen bei Bekannten besorgt. Manche bestellen im Internet Generika bei bestimmten Online-Apotheken (z.B. in Indien). Hier bekommt man die Monatspackung PrEP für 60 EUR. Aufgrund von Einfuhrbestimmungen werden Direktsendungen allerdings vom Zoll beschlagnahmt. Soweit wir wissen, ist eine Bestellung an eine private Postadresse in UK und der Weiterversand an eine deutsche Postadresse aber unkompliziert möglich. Wir haben ein paar Informationen zum Thema Online-Bestellungen zusammengetragen und veröffentlicht.

Neben Zollkontrollen („unerlaubte Medikamenteneinfuhr“), fehlender Gewährleistung und der Gefahr, betrogen zu werden, bleibt das grundsätzliche Problem: Nicht alle können sich diesen Schutz auch leisten. Die Kosten der Medikamente für PrEP müssen deshalb sofort vom Gesundheitssystem übernommen werden, damit sie für alle Menschen mit durchschnittlichem, geringem oder keinem Einkommen zugänglich sind.

Was spricht für und was gegen PrEP?

Wenn Du überlegst, eine PrEP einzunehmen, triffst Du eine ganz individuelle Entscheidung. Die PrEP wirkt nur richtig, wenn Du sie auch wirklich regelmäßig einnimmst. Aber auch Kondome wirken nur, wenn Du sie benutzt. Allerdings: Kondome wirken gar nicht, wenn Du sie mal vergisst. Wenn Du bei einer PrEP eine Einnahme auslässt, verringert sich die Schutzwirkung nicht komplett.

Unter dem Einfluss von Alkohol, anderen Drogen oder schwerem Verliebtseinsgefühl werden Kondome möglicherweise schon einmal weggelassen – eine zuvor bei klarem Verstand eingenommene PrEP wirkt dagegen permanent!

PrEP schützt – anders als Kondome – außer vor HIV nicht vor weiteren STIs. Allerdings schützen auch Kondome vor STIs nicht oder nicht vollständig, so z.B. nicht bei Oralverkehr und nicht bei Schmierinfektionen. Und PrEP ist ja eine gute Maßnahme für Leute, die jetzt schon keine oder nur manchmal Kondome nutzen, die also auch jetzt schon nicht gegen STIs geschützt sind. Einen Vorteil hat eine dauerhafte PrEP hier allerdings: Bei den regelmäßigen Labortests (alle 3 Monate) kann gleich auch auf STIs getestet werden (das passiert nicht automatisch zusammen). Sie können dann früh erkannt und behandelt werden. Das gilt auch für Hepatitis C. Bei allem, was wir wissen, wird diese beim Sex v.a. bei heftigeren Praktiken (bei denen z.B. Blut im Spiel ist) übertragen. Wer hier sicher gehen will, braucht dafür spezielle Safer-Sex-Regeln, PrEP- oder Kondomgebrauch reichen hier allein nicht.

Mit PrEP hast Du die Kontrolle über Deinen Schutz vor HIV, weil Du es bist, die/der die Pille richtig anwenden muss. Weiterhin bleibt das Reden über Safer Sex wichtig. Vielleicht hat Dich das Thema Safer Sex bisher belastet, hattest du Schwierigkeiten, das anzusprechen und bist dann ohne Schutz Risiken eingegangen. Du kannst ausprobieren, ob Du mit PrEP angstfreieren, genussvolleren Sex ohne Schuldgefühle haben kannst. Eine psychische Entlastung führt vielleicht auch dazu, generell offener über Schutz vor HIV und STIs sprechen zu können. Vielleicht wird es dann in einigen Situationen auch mit Kondomen wieder entspannter?!

Verschiedene Safer-Sex-Optionen sollten jedenfalls nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Sie lassen sich kombinieren, in den meisten Situationen reicht eine allein aus.

Es gibt keinen Grund, weder einen politischen, finanziellen, noch einen anderen, Menschen davon abzuhalten, sich für eine PrEP zu entscheiden. So empfehlen viele Institutionen PrEP, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO, das European Center for Disease Prevention + Control ECDC, die Vereinigung deutscher Aids-Behandler_innen dagnä und die Deutsche Aids-Hilfe, um nur einige zu nennen.

Was, wenn ich unwissentlich HIV-positiv bin und PrEP nehme?

Wer HIV-positiv ist und PrEP einnimmt, ist damit gegen HIV nur unzureichend behandelt, da das Virus möglicherweise nicht unter Nachweisgrenze gehalten wird (derzeit das Maß einer erfolgreichen Therapie). Im Falle von Truvada® reicht die alleinige Gabe des Präparats, das ja zwei Wirkstoffe kombiniert, für eine effektive PrEP aus, für eine HIV-Therapie muss jedoch noch ein weiteres Medikament eingesetzt werden. Ein HIV-Test vor einer PrEP ist also unabdingbar! Und zwar am besten ein zuverlässiger (und anonymer) Test beim Gesundheitsamt oder bei Test-Kampagnen in der Community. Ein Schnelltest reicht nicht.

Zudem ist das Auftreten von Resistenzen gegen das als PrEP eingesetzte Präparat möglich, allerdings in Studien bisher nicht besonders häufig beobachtet worden. Truvada® gilt als standhaft gegen Resistenzen. Bei Nicht-Infizierten ist das aber sowieso nicht relevant, da kein Virus vorhanden ist, das gegen die Substanz resistent werden könnte.

Wer also braucht PrEP?

PrEP wird Menschen mit einem hohen Risiko für eine HIV-Übertragung empfohlen. Die Frage, ob Du dazu gehörst, kannst nur Du beantworten: Dann, wenn Du Kondome nicht benutzen willst oder kannst. Wenn Du im letzten Jahr schon mal eine PEP gemacht hast oder eine STI im Arsch hattest. Wenn für Dich das Thema Safer Sex angstbesetzt ist. Wenn Du beim Sex, eventuell in Kombination mit dem Konsum von Drogen, ungewollt Deine eigenen Grenzen immer wieder überschreitest. – Dann kommt eine PrEP für Dich sicher in Frage. Letztlich lässt sich das nur individuell beantworten: Einfach nur besseren Sex mit mehr Spaß und Genuss – und das auch ohne Kondom – haben zu wollen, reicht aus, um sich für eine PrEP entscheiden zu dürfen. Jede/r hat das Recht, seine Optionen für mehr persönliche Freiheit zu erweitern.

PrEP now!

In den USA sind dank PrEP  die Neuinfektionsraten dramatisch gesunken. Und weil PrEP so ein wichtiger Baustein ist, um die HIV-Krise wirklich zu beenden, fordern wir sofortige Preissenkungen bzw. -regulierungen und die Kostenübernahme! Und zwar für alle, die es brauchen – ohne Zuzahlung und auch für die, die keine Krankenkasse haben. Eine Zwei-Klassen-Prävention, in der PrEP für Reiche jetzt schon zugänglich ist, muss schnell wieder Geschichte werden!

Woher kommen diese Informationen?

Die beiden großen europäischen Studien, die englische PROUD-Studie und die französische IPERGAY-Studie, liefern uns erste wichtige Ergebnisse. Nachlesen kannst Du das in unserer Linksammlung. Außerdem haben wir alles, was es zu PrEP im Netz und auf Veranstaltungen gab, mit aufgenommen. Wir haben intensiv diskutiert, was diese neuen Infos für unser Leben und unsere Zukunft bedeuten. Wir finden: Sie sind so wichtig, dass sie allen – v.a. denen, die ein erhöhtes HIV-Risiko haben – zugänglich gemacht werden müssen.

Wo finde ich weitere Informationen?

Zu empfehlen:

und das PDF „PrEP 2017“ auf hivreport.de (05/2016)

Wenn Du mit jemandem über PrEP sprechen willst, wende Dich an:

Mancheck in Berlin
+49 30 44668870
mancheck-berlin.de

Checkpoint in Zürich
+41 44 455 59 10
checkpoint-zh.ch

oder Deine örtliche Aids-Hilfe.

 

Quellen

großteils in englisch:

  1. http://stm.sciencemag.org/content/4/151/151ra125
  2. http://www.prepforsex.org
  3. http://www.proud.mrc.ac.uk
  4. http://www.anrs.fr/content/download/6156/33460/file/CP%20Ipergay_ENG%20web.pdf
  5. http://www.cdc.gov/nchhstp/newsroom/2015/IPERGAY-2015-Media-Statement.html
  6. http://blog.aidshilfe.de/2013/01/30/hiv-positiv-behandelt-nicht-ansteckend-ein-tabubruch-und-seine-folgen-teil-1/
  7. http://www.prepineurope.org/#post-16
  8. http://cid.oxfordjournals.org/content/early/2015/09/01/cid.civ778.abstract?sid=d20ec976-f951-4ba9-9d7e-d1d5e25025ba
  9. http://blog.aidshilfe.de/2014/09/25/hiv-prep-worauf-warten-wir-eigentlich/
  10. http://www.hivreport.de/sites/default/files/documents/2016_05_hivreport_0.pdf

Das aktuelle Faltblatt als PDF findest du hier: prep2017.pdf

Das PDF zur ersten Version dieses Textes findest Du hier. (Stand Dezember 2015)

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2 Gedanken zu „Ready for PrEP!“

  1. Am Ende des Jahres 2016 kamen sensationelle Meldungen aus London, wo immer mehr Menschen sich selbst eine PrEP organisieren: Die 4 meistbesuchten Anlaufstellen bei HIV-Infektionen melden einen Rückgang ebendieser im Jahr 2016 von 40% bis 50%. In der Dean Street Clinic waren es in absoluten Zahlen 373 statt 626. Das heißt schon wenn nur diese Klinik betrachtet wird konnten womöglich dank “Schutz durch Therapie” und selbst besorgter PrEP bestimmt 300 Neuinfektionen verhindert werden, wenn man von einer gleichbleibend hohen Zahl von Neuinfektionen ausgeht (wie es bisher der Fall war).

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